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40 Stunden...

9 Jul. 2017 14:53

86 Minuten habe ich bzw mein Rechner gerade gebraucht um die Daten von den fünf Speicherkarten auf die Festplatte zu kopieren. Das sind 87,2GB Datenvolumen, 1668 Einzeldateien, dafür haben gestern zwei Fotografen bei sengender Hitze etwa 13 Stunden lang Fotos gemacht (die zwei Stunden An- und Abfaht nicht zu vergessen!). 

Das sind inzwischen also über 16 Stunden reiner Zeit die vergangen ist und bis jetzt wurde noch kein einziges Bild auch nur angesehen.

Gehen wir nun mal davon aus, dass ich gleich pro Bild nur eine Sekunde brauche um zu entscheiden, ob es direkt in den Müll wandert oder weiter geht in die Entwicklung, dann wären das also 1668 Sekunden, bzw 28 Minuten. Erfahrungsgemäß dauert es allerdings länger als eine Sekunde pro Bild.

Nehmen wir weiter an, bei besonders strenger Beurteilung, kämen nur zehn Prozent der Bilder in die Entwicklung, also insgesamt 167 für die ich jeweils noch 30 Sekunden Entwicklungszeit benötige (Horizont gerade stellen, Helligkeit optimieren, evtl etwas beschneiden), dann wären wir bei 84 Minuten. Auch hierfür brauche ich idr wesentlich länger und es werden auch sicherlich weit mehr als zehn Prozent in die Postproduction schaffen. Sagen wir aber einfach mal, nur für Spaß, ich wäre der Speedy Gonzales der Bildbearbeitung, dann bräuchte ich immerhin noch 112 Minuten für die Entwicklung.

Mittlerweile sind wir bei 18 Stunden, es ist aber immernoch kein einziges Bild ausgeliefert, es ist noch kein Fotobuch und keine Homepage erstellt worden. Wo ich nun aber doch so fix bin bin, schaff ich das auch noch in zwei Stunden - kein Problem! Dann sind wir summa summarum bei 20 Stunden Arbeit.

...

Schön und gut, aber leider bin ich eben NICHT Speedy Gonzales, dafür aber ein guter Fotograf, der sicherlich KEINE 90% Ausschuss produziert sondern eher nur 20-25%. Der Kollege, der mich begleitet hat, hat gestern ebenso hart gearbeitet wie ich und auch das Auto, dass zwei stunden über die Autobahn gebrettert ist, ohne sich für Geschwindigkeitsbegrenzungen zu interessieren, fährt nicht allein mit Luft und Liebe.

Wenn wir die Rechnung also mal realsitisch machen wollen, dann haben wir die eben geschätzten 20 Stunden plus die 13 Stunden, die der Kollege bezahlt haben möchte plus nochmal bestimmt sieben Stunden Postproduction für die 1000 Fotos, die Erstellung eines Fotobuchs und einer Homepage zum Bilddownload, also 40 Stunden und das ist immernoch "großzügig bescheiden geschätzt".

50€ ist der Preis, den ich für eine Stunde Arbeit verlange. 50€ sind nicht sehr viel für einen Handwerker und die Fotografie ist (m)ein Handwerk. 40 Stunden á 50€ macht genau 2000€ und das ist genau der Preis, den ich verlange für unser "Rundumsorglos-Hochzeitspaket". Darin enthalten sind eine komplette Reportage vom Schminken der Braut über die Trauungszeremonie, dem gemütlichen Umtrunk und dem Hochzeitsbuffet bis hin zum Anschnitt der Hochzeitstorte und dem Werfen des Brautstraußes sowie den Feierlichkeiten, natürlich gehören auch die klassischen Hochzeitsportraits dazu und auch die Fotos von allen Gästen.Ein zweiter Fotograf sorgt dafür, dass garantiert jeder Moment eingefangen wird und abgerundet wird das ganze mit einem schönen Fotobuch und einer homepage für die Gäste damit die Erninnerung an den Schönsten Tag im Leben perfekt wird.

JA, 2000€ ist sehr viel Geld. Aber das sind 40 Stunden professioneller Arbeit wert.

Wer nicht soviel bezahlen will für "ein paar Fotos", der kann das gerne seinen Neffen machen lassen, der zu Weihnachten eine DSLR geschenkt bekommen hat - vielleicht hat der Neffe wirklich Talent, dann sind alle glücklich. Vielleicht aber auch nicht, dann ist die einzige Chance, gute Hochzeitsfotos zu machen vertan, denn einen 2. Versuch hat man nicht.

 

Bild(er)/Album nicht gefunden.

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